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letter of intent

Vol 15.

„Die Liebe schenkt den Teil erst und dann das ganze All. Die Traube ist erst sauer und dann ein süßer Ball. Und so ist auch die Regel, Herz, wenn der Lenz sich naht: Erst meldet sich die Katze, dann singt die Nachtigall.“ (Rumi „Traumbild des Herzens“)

Während die Zeit mit dir wie im Fluge vergeht, sind es die Momente dazwischen: Still und leise, wie explodierende Sterne.

Nicht alles muss ausgesprochen werden. So vieles ruht zwischen den Zeilen. Und darf sein. Ich habe nicht vor, auch nur eine Tonsilbe der Gesamtmelodie zu verändern. Längst schon habe ich mich eingelassen, auf etwas, das ganz ohne Worte funktioniert. Als Ausdruck dient die Berührung, der Blick und die Schwingung dazwischen. All die kleinen explodierenden Sterne in den Poren der Haut. Und das Berühren wird zur Melodie. Jeder Blick, wie ein Ton, drückt er aus. Lässt den Kuss zur Sprache des Gleichklangs werden. Die Töne dehnen sich, über die Haut, die uns verbindet. So weich, als wäre sie Wasser, tauchen wir ein und beginnen zu kommunizieren – wie ein Tanz zur Melodie. Ein jeder für sich. Beide zusammen. Ohne auch nur ein Wort zu sagen, drücken wir aus, was wir fühlen. Den Kopf ausgeschaltet, um die Leichtigkeit des Seins zu spüren – als gäbe es keinen Morgen mehr.

Ohne zu fragen, reiche ich dir also meine Hand und überlasse es dir, mir an diesen Ort zu folgen.

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