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time travellers

Vol. 13

Jetzt, da ich weiß, zieht vorbei, jene geliehene Zeit. Und ich schreibe Briefe an die Vergänglichkeit. Wie oft fiel der Regen, wusch von den Straßen jene Fußspuren, die wir hinterließen. Tropfen für Tropfen benetzte, wurde zum Ozean vor dem Glas, hinter dem wir standen.

Diese Tage, an denen der Regen kam, machten uns glauben, das Leben sei real. Wir glaubten und nahmen hin, was nur geliehen war. Das Leben ist ein Traum, heißt es bei Pedro Calderón de la Barca.

Meine Hand am Fenster, unberührt – will halten, was nicht greifbar ist. Will fühlen, was nicht spürbar ist. Am Ende lässt sie los. Öffnet die Scheibe und ich tauche hinein, ins Meer der Zeit. Schwimmend, ohne Grund, wird jeder Abschnitt zum Weg und ich zum Reisenden just im time. So also wird aus dem Traum ein Leben und ich neu geboren.

Denn Entstehen und Zerfall, alles ist eins, in jenen Tropfen der Zeit. Doch trägt jeder einzelne von ihnen, sei er auch noch so klein, dazu bei, ein Ozean zu werden.

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Sandkörner im Getriebe

Vol. 3

Goethe zufolge haben wir Zeit genug, wenn wir sie nur richtig verwenden. Sind wir bloß Sandkörner im Getriebe der Zeit? Wenn dem so wäre, könnten wir doch aber nicht lieben, nicht träumen von einer besseren Welt. Sand rieselt durch die Hände. Das Leben tut es auch. Auf Sand gebaut, leben wir Tag für Tag. Spüren, wie es durch die Finger gleitet: Sagenhaft Sanft. Sinnbildlich Schnell. Hinterlassen wir Spuren wie fingerprints auf der Haut. Ein Nachklang, ein Schattenbild jener Liebe, die wir sind. Tempus fugit. Amor manet, heißt es. Und sieht man erst durchs Augenglas der Liebe, ergibt alles einen Sinn: Ein Schloss aus Sandkörnern gebaut – eins und eins und noch ein Weiteres eröffnet doch so vieles. Für den Moment, für die Ewigkeit. Ein einziges Wort durch eine Tat erhellt, verbindet der Klebstoff bis in die Unendlichkeit. Und schon ein einzelnes Sandkorn reicht. Denn in einem Augenblick gewährt die Liebe, was Mühe kaum in langer Zeit erreicht, sagt jedenfalls Goethe. Und ich fühle, was er meint.